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Neue Selbsthilfegruppe für Angehörige von suchterkrankten Menschen in Rendsburg geplant
Neue Selbsthilfegruppe für Angehörige von suchterkrankten Menschen in Rendsburg geplant
Rendsburg Angehörige von Menschen mit einer Suchterkrankung sollen künftig mehr Unterstützung bekommen. In Rendsburg ist die Gründung einer neuen Suchtselbsthilfegruppe geplant. Sie soll Angehörigen einen geschützten Raum bieten, in dem sie sich austauschen, informieren und gegenseitig stärken können.
Wenn ein Familienmitglied, der Partner oder enge Freunde, Arbeitskollegen… an einer Suchterkrankung leiden, verändert sich oft das gesamte Leben. Angehörige machen sich Sorgen, übernehmen zusätzliche Aufgaben und versuchen häufig, die betroffene Person zu schützen. Dabei geraten ihre eigenen Bedürfnisse schnell in den Hintergrund. Genau hier möchte eine neue Selbsthilfegruppe ansetzen.
Die geplante Gruppe richtet sich an alle, die einem suchtkranken Menschen nahestehen - unabhängig davon, ob es um Alkohol, Medikamente, Glücksspiel, illegale Drogen oder eine andere Form von Abhängigkeit geht. Auch Eltern, Geschwister, erwachsene Kinder und Freunde sind willkommen.
Die Treffen sollen regelmäßig in einem geschützten Raum in Rendsburg, An der Marienkirche 22 stattfinden. Geplant sind wöchentliche Treffen jeweils Mittwochabend. Abend unter der Woche. Je nach Bedarf kann das Angebot später angepasst werden. Die Teilnahme ist kostenlos.
Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Es geht nicht darum, fertige Lösungen zu präsentieren oder Ratschläge zu erteilen. Vielmehr sollen die Angehörigen die Möglichkeit bekommen, offen über ihre Situation zu sprechen. Dabei gelten klare Regeln: Die Gespräche bleiben vertraulich, alle begegnen sich respektvoll, und niemand muss mehr erzählen, als er oder sie möchte.
Die geplante Gruppe versteht sich ausdrücklich nicht als Ersatz für eine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Sie soll vielmehr eine Ergänzung zu bestehenden Beratungsangeboten sein. Bei akuten Krisen, Gewalt, Suizidgedanken oder medizinischen Notfällen müssen weiterhin professionelle Hilfsstellen, Ärztinnen und Ärzte oder der Notruf kontaktiert werden.
Der Gruppenbegleiter war selbst abhängig und kennt auch aus eigener Erfahrung die Situation eines Angehörigen. Er ist ausgebildeter Suchtkrankenhelfer, Gruppenbegleiter und hat die Ausbildung in Beratung und Hilfe für Angehörige absolviert. Zudem begleitet er eine Selbsthilfegruppe für Betroffene.
Wer teilnehmen möchte oder zunächst mehr erfahren will, kann sich an das Blaue Kreuz in der Evang. Kirche Landesverband S-H e.V. unter 04331 / 2019895 oder sich direkt an den Gruppenbegleiter Kurt Seefeldt 04331 / 6640069 wenden. Vorherige Einzelgespräche sind nach Absprache in den Räumlichkeiten des Blauen Kreuzes möglich.
Mit der Gruppe soll ein dauerhaftes Angebot für Angehörige in Rendsburg geschaffen werden.






